Unsere  Historischen Kleider

Ein Blick in unseren Kleiderschrank

  Copyright by wild

Unsere  Historischen Kleider

Ein Blick in unseren Kleiderschrank

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THE BEGINNING

Aus Hirschleder komplett selbst genähtes 1tes Outfit von Mathias. Auf dem Foto ganz links knapp 3 Stunden getragen. „Villeda-Trapper“ war sein Ruf im Authentik-Bereich, weil er noch so neu „glänzte“.  Die wochenlange Vorbereitung —Schnittmuster aus alten Büchern kopieren, alles zuschneiden, nähen mit Bändern, Perlen verzieren - hat sich gelohnt.  Da er in Pullman City immer Outfit trägt, verschwand der Glanz schnell durch eine natürliche „Patina“.

Am Anfang war ich nur „Gast“ in Pullman City. Dann trug ich von  Mathias Hose, Hemd und Hut. Aus einer Wolldecke schnitt er mir ein Cape, weil‘s an der Show geregnet hatte. Lederstulpen aus Resten waren auch schnell gemacht. So ging ich mit ihm mit bei meinem ersten Lauf durch die Main-Street. Wir liefen an der Show hinter <Pit, dem Goldwäscher>  mit seinen 2 Eseln. Ich war so aufgeregt, dass ich nur auf das eine Hinterteil des zweiten Esels geguggt habe und mich kaum traute nach rechts und links zu sehen… Mathias hat nur gelacht!

Mathias 2tes Outfit war schon etwas „nobler“ ganz im  <Old-Style>  mit Streifenhose, Weste, Jacke, weissem Hemd, Krawatte, Taschen-Uhr, Hut und Holster, das er selbst gemacht hat. Als Stadt-Outfit gedacht.

Die dünnen Hirschleder-Hosen haben nicht viel ausgehalten. Schnell waren Löcher drin, darauf hin hat sich Mathias aus Elch-Leder nach Schnittmustern von Rudi Mayer „Breeches“ zugeschnitten und handgenäht. Diese Hose ist so stabil, dass sie „Generationen“ aushält…

Die braune Weste von Rudi, die Mützen von seiner Mutter, Schnallenschuhe, selbstgemachtem Gürtel mit Messing-Nieten, das Hemd vom Mittelalter-Mark (weil ohne Metall-Ösen, entfärbt und gebleicht). Die Kniebänder von Chris handgewebt nach alten Mustern. Messer, Beil, Pistole, Tasche...

So war sein Voyageur-Outfit komplett. Und ich immer noch in seiner Hose… nicht wirklich authentisch, smile.

Als Nächstes kamen dann dünne braune Breeches von Rudi, da die ledernen zu warm waren. Die Stulpen aus einer Wolldecke genäht mit Lederverzierung, neue Mütze von Mutter, Messerhülle aus Leder mit Perlstickerei. Ich hab mir vom Flohmarkt ein schwarzes Leinenkleid gekauft und mit beigem Volant verlängert, Schürze dazu und Häubchen, meinen ersten Gürtel von Mathias. Wenn‘s schon Rock sein muss, dann wenigstens eine Flinte (mein Vorderlader-Steinschlossgewehr)  und Messer dazu. Somit war ich das erste „Flintenweib“  im Authentik-Bereich. Ganz rechts umgearbeiteter Rock und Lederweste (Reisverschluss raus) bayrische Trachtenmode von meiner Mutter. Unterrock aus alter Bettwäsche von meiner Oma, mit Spitze genäht. Geldbörse von Mathias, beim Zielschiessen mit Beil

Unser erster Ball 2006:

Dazu hab ich 10 kg runtergehungert.  Mein Kleid, nach alten Schnitten aus dem Internet, ist aus rauchgrauer Wildseide mit Spitze aus schwarzen Efeuranken (über 30 m Spitze vernäht). Der Rockumfang beträgt 4,80 m.  Darunter ein Korsett das ich mir mass-schneidern liess. Unterrock mit 7 Reifen mit Volant, damit die Reifen sich nicht abzeichnen. Und Mathias in passender Kleidung zu meinem Kleid, im Stiel  1860.

Foto unten:

Hier waren wir in Ansbach in der Orangerie auf einem Historischen Ball. Mein Schatz der vollendetet Gentleman und ich ganz Lady.  Wir entdeckten beide ganz neue Seiten an uns...

Foto links:

Dieses Indianer-Outfit bekam ich von meiner Freundin Dagi geschenkt. Mathias hat es mir verlängert, da Dagi viel kleiner ist als ich. Hirschleder mit Fransen, Perlstickerei, Tasche aus Wildschweinborsten von Chris, Köcher aus einem Fuchs von Mathias mit selbst gemachten Pfeilen, kleines Messer mit Etui um den Hals mit Perlenstickerei von Chris. Die handgenähten Mokassins aus Hirschleder von Mathias.

Unser Outfit spätes 18th Jahrhundert. Dreispitz-(Hut)-Zeit,  die ersten Pioniere in Amerika! Rudi Mayer und Gisela`s  „Meisterwerke“, eines der schönsten Outfits die wir haben. Mathias trägt eine Hose aus edlem schwarzem Tuch, eine Jacke aus dunkel-blauem Tuch, Weste beige mit feinen Goldstreifen, weisses Hemd mit „Vater-Mörder-Kragen“ und Rüschenvolant, seine Strümpfe hat seine Mutter aus feinem Baumwollgarn gestrickt mit einem traditionellem Muster an der Seite. Mein blauer Rock ist aus feinstem Wollstoff, meine Jacke,... in der die Weste mit eingenäht ist, ist aus blauem Stoff  mit weissen Rankenmuster. Die Knöpfe meiner Jacke sind aus Glas.  Mein Hut hat das gleiche Band, wie die Bordüre/ Verschluss an meiner Jacke. Hier  vor der Kirche mit Rudi und Gisela. Selbstverständlich hat mir Gisela ein kleines passendes Täschchen dazu genäht. Die Spitzen-Ärmel, die aus der Jacke schauen sind nur „Attrappe“ und reichen bis zum Ellbogen. Ein kleines Schirmchen, Taschentuch und eine Silberkette (Charivari) mit einer Münze von Maria-Theresia um den Bauch komplettieren das Kleid.

Bild links:

Für die kühle Jahreszeit haben mir Rudi und Gisela ein warmes Wollcape geschneidert aus braunem Tuch mit passender Spitze und Fransen. Der angenähte Gürtel geht durch das Cape durch, wodurch die Taille von hinten betont wird. Sowie ein Winter-Bonnet (Hütchen) mit verschiedenen Spitzen und Federn. Zur Verzierung hat Gisela Rudi‘s ausgestopften Fasan geplündert— Rudi es ist mir eine Ehre das Hütchen zu tragen!!!!

Mathias hat mir aus Toskaner-Lamm einen Muff gemacht.

Aus anthrazit-grauem Wollstoff ein langes Cape, die Schulter kann als Kapuze hochgeklappt werden, mit Samtband und Verschluss-Haken aus Zinn.

Mathias „Arbeits-Kleidung“ im 18th Jahrh. die Weste und die Stulpen sind aus Antik-Leder. Die Weste ist vorne länger und das Rückteil aus Stoff. Dazu Holzschuhe mit Schaffell gefüttert.

Rechts mein Alltagskleid aus blauem Leinenrock und grauem Oberteil (selbstverständlich von Rudi und Gisela). Das Kleid ist so gemacht, dass ich es ohne Reifrock anziehen kann (siehe Bild mit Cape)  für Arbeiten am und im Haus. Und mit einem zusätzlichen Unterrock mit grauer Rüsche, damit ich es auch mit Reifunterrock tragen kann. Der Gürtel hat Mathias gemacht aus Leder mit punzierter Lilie.

Die Bergère (Stroh-Hut) gab es schon im 17th Jahrhundert und wurde auch Schäferinnen-Hut genannt. Er wurde bis weit ins 18th Jahrh. getragen.

Offene Haare waren nur jungen und unverheirateten Mädchen vorbehalten. Frauen steckten sich die Haare hoch, trugen eine Haube, Haarnetz  oder Hut. Offene, lange, lose Haare waren Kennzeichen der „leichten“ Mädchen.

Die kleine blaue Tasche mit Schnalle zum anbringen an den Gürtel hab ich von Dagi bekommen… Die Stola blau/grün ist vom Flohmarkt.

Ich wollte ein leichtes Sommerkleid mit hauchdünnem Oberstoff. Leider gab es ihn nur in roter Farbe. Unterstoff Seide, Gürtelschleife mit weisser Zickzack-Spitze.

 

Manchmal werde ich auch  gefragt: sind das alles deine Haare? Antwort: Ja!!! Alle selbst bezahlt...

Zweites Ball-Outfit:

Ein Zweiteiler. Lange Jacke und Rock aus altrosa Seide mit weissen Spitzen. Die Jacke ist ab der Taille in sechs Bahnen unterteilt und mit Perlenschnüren verbunden. Perlenbesetztes Zierband an der oberen Kannte der Rockrüsche. This trägt aus dem Stoff ein Halstuch auch mit einer Perle. Wieder ein wunderschönes Kleid aus der „Werkstatt“ von Gisela und Rudi.