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Fort Chipewyan      1780 - 1830

Angie

stellt eine Blackfoot Indianerin dar, welche durch ihren Stammeshäuptling mit Urs verheiratet wurde, da sich Händler und Häuptling durch diese Verbindung günstigere Handelskonditionen versprachen. Sie ist die Geschichten Erzählerin und gibt die Mythen und Legenden der Ahnen an die Jungen weiter.

Rainer

stellt die Figur eines Juniorclerks dar, der im Namen und im Auftrag von Clerk Mathew High Mountain der Montreal und NW Company als Leiter von Handelsexpeditionen zu den Indianern, als Handelsreisender unterwegs ist.

Urs

stellt die Figur eines abenteuerlustigen Schweizers dar, der mit seinem Vater, einem Witwer, in die „Neue Welt“ gesegelt ist um sich im Gebiet der großen Seen als freie Trapper und Pelzhändler durchzuschlagen, gelegentlich waren sie auch für die NW Company unterwegs, bei einer dieser Handelsexpeditionen heiratet er eine Blackfoot Frau.

Fort Chipewyan ist die älteste europäische Siedlung in der kanadischen Provinz Alberta. Die Siedlung hat heute den Status eines Weilers (englisch Hamlet) und wurde im Jahr 1788 von der North West Company, von Sir Alexander Mackenzie,  als Handelsposten gegründet. Die Siedlung wurde nach dem Volk der Chipewyan benannt, die in dieser Region lebten. Das Fort liegt an der Nordwestspitze des Athabascasees und grenzt an den Wood-Buffalo-Nationalpark.

Mackenzie brach 1789 von Fort Chipewyan zu seiner ersten Expedition in den Nordwesten Kanadas auf. Ziel der Unternehmung war das Finden einer Verbindung zum Pazifik oder der Nordwestpassage.Nach dem Aufbruch von Fort Chipewyan führte die Suche zum Großen Sklavensee und am 29. Juni zur Entdeckung des Fluss Mackenzie [1]. Zusammen mit seinen Begleitern folgte MacKenzie dem Flusslauf mit Kanus bis zu seinem Delta, wo er am 10. Juli 1789 schließlich den Arktischen Ozean erreichte. Angeblich war MacKenzie so betrübt über diesen Fehlschlag, dass er den Fluss "Disappointment River" taufte. Mackenzie wurde später Patenonkel von Queen Victoria.

Das Fort diente als Vorratslager für  kleinere Handelsposten die noch  weiter in der entfernten  Wildnis lagene und als Versorgungsstützpunkt für Expeditionen.  Zu dieser Zeit wurde die Pelzjagd ausschlieslich von Inidianern betrieben, die diese dann in den Handelsstationen gegen Handelsware, wie Messer , Beile, Kochtöpfe und anderes tauschten. Die Angestellten der Handelsstation jagten vorwiegend für den eigenen Fleischbedarf, die restliche Nahrungsmittelbeschaffung wurde durch Fischfang und durch den Handel mit den Indianern gedeckt.

 

Das Fort  unterstand in der Regel einem Clerk (Handelspostenleiter) sowie seinem Vertreter - Junior Clerk.  Ebenso lebten mehrere indianische und weisse Dolmetscher, Kanuführer und andere Bedienstete im Fort. Zur Handelsstation gehörte auch eine Ansiedlung indianischer Familien, die mit der Versorgung der Station beschäftigt waren. Sie bauten Kanus und sorgten für das Brennholz. Da sich zu dieser Zeit keine weissen Frauen in der Wildnis aufhielten, heiratete so mancher weisse Pelzhändler eine indianische Frau, nicht selten entstanden daraus Vorteile für beide Seiten. Zum einen wurde der weisse Mann vom Stamm seiner Frau anerkannt und in Notsituationen versorgt und zum anderen versprachen sich beide günsigere Handelsbedingungen aus dieser Verbindung.