Textfeld:

Authentikbereich  in Pullman City    

Walter Gebhardt & Ulrike Spangenberg

als

Flying Horse     &    Tala Enola       

 Tala Enola und Flying Horse

 

Der Nordcheyenne Flying Horse, * 07.02.1775, war schon von Kindesbeinen an von der Perlenstickerei fasziniert. Seine Großmutter lernte ihm die indianische Perlenstickerei und freute sich, einen Nachfolger zu haben. Er lernte in Montana den Texas Ranger Samuel Hamilton Walker *1817-1847 und dessen Mutter, Elisabeth Thomas Walker *1790-1890 kennen. Bei ihrer ersten Begegnung verliebte er sich sofort in sie. Sie war im Besitz zweier Golden Retriever namens Amy und Amico, die schlossen Flying Horse sofort ins Herz. Auch Flying Horse liebte ihre Wachhunde von Anfang an. Doch sie mußte wieder zurück nach Maryland, da sie dort verheiratet war. Sie wurde immer unglücklicher und machte sich auf den Weg zum Ende der Welt, um sich selber zu finden. Sie warf ihr Herz in Gedanken ins Meer, weil sie dieses nicht mehr brauchte.

Flying Horse leidete indessen sehr. Vor ihr hörte er nur, dass sie auf Reisen war und hatte Angst um sie. Mit seiner Perlenstickerei verdiente er genügend Geld, um zu überleben. Er war nicht reich, wollte nur mit ihr glücklich sein. Bei einem Überfall auf die Texas Ranger fand er sie, stahl sie den Rangern und rettete somit ihr Leben. Er war erschüttert, als er von dem verlorenen Herzen erfuhr und dass sie sich nicht in ihn verlieben kann…

Da machte er sich auf den Weg, suchte die Splitter von dem Herzen, bohrte Löcher hinein, die Finger bluteten, die Splitter waren rot getränkt. Damit das Herz nie mehr brechen konnte, nähte er die Splitter auf ein Lederherz – dieses war flexibel.

Mit diesem Herz tat er erneut seine Liebe kund. Er gab ihr den Namen Tala Enola (Wolfsblume – sie trägt einen Wolf und war schön wie eine Blume) und heiratete sie indianisch, nachdem sie sich ebenfalls in ihn verliebt hatte.

Sie waren glücklich bis an ihr Ende….er wurde 120 Jahre alt.

Die Quacksalber des Wilden Westens

 

In den dünn besiedelten riesigen Gebieten des Westens gab es nur wenige Ärzte und diese liessen sich natürlich in den grösseren Städten nieder. Die Menschen in den kleinen Ortschaften und besonders auf dem flachen Land dazwischen bekamen so gut wie nie einen Arzt zu sehen. Selbst bei schwersten Krankheiten mussten sie sich selbst helfen.

 

Die Methoden, die sie dabei anwandten, hatten sie teils von indianischen Medizinmännern und mexikanischen Curanderos (Heilkundigen) übernommen, teils selbst ausgedacht. Dabei ging man nicht gerade zimperlich mit dem Patienten um, auch dann nicht, wenn man selbst der Patient war.

 

Cowboys zum Beispiel, die von einer Klapperschlange gebissen worden waren, schnitten sich den betroffenen Arm oder das Bein ab, um die Ausbreitung des Gifts im ganzen Körper zu verhindern. Wenn das nicht gelang, schossen sie sich eine Kugel durch den Kopf.

 

Es wurden unzählige Heilmittel für alle nur denkbaren Gebrechen erfunden. Im Wesentlichen beruhten diese Mittel auf Whiskey oder Tee, wobei für „Tee“ so ziemlich jede Pflanze verwendet wurde, aus der sich Flüssigkeit pressen liess. Welche Zutaten die Wirksamkeit dieser Medizin steigern sollten, das blieb allein der Fantasie des Erfinders vorbehalten. Dabei schreckte man nicht zurück vor Tiermist, Terpentin, Schiesspulver, Schlangentalg und getrockneten Antilopenaugen.

 

Der Mangel an Ärzten führte natürlich dazu, dass reisende Quacksalber, die sich gern mit Doktoren- oder Professorentiteln schmückten, in die Bresche sprangen, die Patienten mit den absonderlichsten Methoden behandelten und ihnen ihre selbst gemachten Tinkturen, Salben, Pulver und Pillen verkauften.

 

Gelegentlich soll eines dieser Mittel sogar geholfen haben…