Textfeld:

Authentikbereich  in Pullman City    

Richard & Hilde  Bals                   

&

Richard  &  Theresa   Baker

Die Geschichte von Lady Theresa und Richard Baker.

 

Richard Baker geb. 13.Januar 1746

Theresa Baker geb. 11.Juli 1750

 

 

Bedingt durch die unruhigen Jahre 1705, in der in Bayern durch die Österreichische Besatzung große Armut herrschte und  dem starken Wunsch nach einem Leben in Freiheit und dem Bestreben dem Druck der Obrigkeitsgewalt zu entrinnen wanderte mein Großvater mit seiner Familie im Jahre 1709 nach Amerika aus. Sie landeten nach einer beschwerlichen Seereise, von Rotterdam über England, durch Hunger und Durst sowie Krankheit stark mitgenommen in Jamestown in der Chesapeake Bay. Nachdem sie ein Jahr in Jamestown verbracht hatten, zogen sie in`s Shenandoah Tal und gründeten eine Farm.

Nach dem Tode meines Großvaters übernahm mein Vater diese Farm und gründete 1739 eine eigene Familie.

Im Winter 1746 erblickte ich als 5. Kind das Licht der Welt. In jungen Jahren verließ ich meine Eltern um meinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen und meine Abenteuerlust zu stillen. Mehrere Jahre verbrachte ich im Fort Pitt ( dem heutigen Pittsburgh ) und war als Jäger und Händler tätig. Im Jahre 1763 wurden wir dort von aufständischen Indianern unter dem Ottawa Häuptling Pontiac im Juni angegriffen und bis August belagert. Durch einen fingierten Rückzug, bei dem die Indianer in eine Falle gelockt wurden, konnten wir diese Belagerung siegreich beenden. Ich wurde dabei verwundet, wurde aber wieder kunstgerecht zusammengeflickt.

Nach der Schlacht von Lexington und Concord trat ich in die, aus überwiegend Deutschstämmigen gebildete, 14. Albany County Miliz ein um in der 2.Compagnie, unter dem Motto: „Give me Liberty or give me death“ für unsere Freiheit zu kämpfen. Unter Col. John Knickerbacker war unser Regiment im Herbst 1777 an den beiden  Saratogaschlachten erfolgreich beteiligt. Bis zum Frieden 1783 war es noch eine unruhige Zeit unser Lebensmotto lautete immer: „Willst du den Friede, sei bereit für den Krieg“.

1778 lernte ich Lady Theresa Sechser, die mit ihrer Familie aus Ansbach auswanderte, bei einem Aufenthalt in Baltimore, im Hause eines befreundeten Tabakhändlers kennen. Das Feuer der Liebe entbrannte und wir heirateten im Frühsommer des Jahres 1779. Nachdem der Vorbesitzer, ein englischer Loyalist, nach Kanada floh, erwarben wir Freeman`s Farm und bewirtschaften diese. Wir erfreuen uns zweier Töchter und eines Sohnes.

 

                       Put  your Trust in God und keep your Powder dry

Die Wende imUnabhängigkeitskrieg

 

Große Schlachten mit dramatischem Verlauf und Hunderttausender Beteiligter bestimmten oft den Verlauf der Weltgeschichte, bisweilen waren es nur etwas größere Scharmützel, Gefechte verhältnismäßig kleiner Truppeneinheiten, die sich zudem noch in einer scheinbar gottverlassenen Gegend abspielten und dennoch das Schicksal einer Nation entschieden.

Im siebenjährigen Krieg von 1756 – 1763 hatten die amerikanischen Siedler noch treu zu Englands Fahnen gestanden, im Kampf gegen die Franzosen hatten sie mitgeholfen, ganz Kanada für die britische Krone zu erobern. Aber England hatte ihre Leistungen nicht honoriert. Im Gegenteil: England presste aus seinen nordamerikanischen Kolonien immer höhere Steuern heraus, ohne den Kolonisten auch nur das geringste politische Mitspracherecht zu gewähren. Das konnte auf die Dauer nicht gut gehen.

Die Siedler, selbstbewusst und in den gnadenlosen Kämpfen mit den Indianern auch kampfgewohnt, organisierten sich daher, um ihren eigenen Staat zu gründen. Schon 1775 kam es zu blutigen Zusammenstößen bei Lexington und Concord, dann kesselten die rasch einberufenen Milizen der Amerikaner eine britische Armee in Boston ein. Der amerikanische Kongress, der in Philadelphia zusammengetreten war, erklärte das Belagerungsheer zur

 „Kontinentalen Armee“. Oberbefehlshaber wurde ein Mann aus Virginia: George Washington.

Am 4. Juli 1776 erfolgte die Deklaration der amerikanischen Verfassung.

In Großbritannien hatte man die Entwicklung gelassen hingenommen, man war überzeugt, daß die britische ruhmreiche Armee mit den „Hinterwäldlern“ der Rebellenarmee kurzen Prozess machen würde. Allerdings war es in England nicht möglich, genug Soldaten zu bekommen und so kaufte man bei den kleinen deutschen Fürstentümern Hessen-Kassel, Hessen-Hanau, Braunschweig Waldeck, Anhalt und Ansbach – Bayreuth ganze Regimenter von Söldnern regelrecht ein. Von den 30 000 angeworbenen Soldaten kehrten nur noch ca 60% in ihre alte Heimat zurück.  Der Unterschied in der Kampfweise der beiden Heere bestand darin, dass die britische Armee nur für starre Lineartaktik ausgebildet war, für das feuern in Reih und Glied. Ganz anders kämpften die Siedler, sie wandten die „Plänklertaktik“ und das „aufgelöste Gefecht“ an. Selbstverständlich war die Kampfmoral dieser Männer die um ihr Land und ihre Freiheit kämpften, auch höher anzusetzen, als die der europäischen Söldner. Hinzu kam, dass es zur Politik der britischen Kolonialmacht gehörte, die Indianerstämme zu bewaffnen und gegen die Aufständischen einzusetzen. Damit ereichte sie genau das Gegenteil ihre Absichten, nun strömten die Siedler erst recht in Massen zu den Fahnen der Rebellion und sie verziehen es England nie, dass sie die „Wilden“ auf ihre Frauen und Kinder hetzten.

Bei Freeman`s Farm kam es auf einer kleinen Waldlichtung am 19.Sept.1777 zu einem blutigen Gefecht. Beide Seiten kämpften bis zur völligen Erschöpfung. Als die Dunkelheit hereinbrach, hatten die Briten 600 Mann verloren, die Amerikaner 300 Mann. Gesiegt hatte niemand, die Briten hatten zwar das Schlachtfeld behauptet, aber ihre Lage war trotzdem hoffnungslos. Noch drei Wochen hielten die Briten in ihrer verzweifelten Position aus. Sie hatten fast keinen Proviant mehr, dafür war das Heer ihrer Gegner auf ca 10 000 Mann angewachsen. Am 7. Oktober startete die britische Armee bei Saratoga ( Bemis Heights ) einen erneuten Angriff. Die Briten wurden überall zurückgeschlagen und verloren 700 Mann. Die Schlachten von Saratoga brachten für die Englisch-Deutsche „Nordarmee“ das Ende. Am 13. Oktober 1777 kapitulierte General Burgoyne vor einer Übermacht der amerikanischen Truppen. Für die Amerikaner bedeutete dieser große Sieg sehr viel, auch wenn der Krieg noch fast sechs Jahre dauern sollte.

Mit der Schlacht von Yorktown, die noch heute als „die Schlacht der Deutschen“ bezeichnet wird endete am 18. Oktober 1781 der Unabhängigkeitskrieg und wurde im „ Frieden von Paris“ 1783 besiegelt.

Bei dieser Schlange handelt es sich um eine von

Benjamin Franklin gezeichnete und als Beispiel der damaligen Situation. Sie bezeichnet die 13 zusammenzuschließenden Staaten:

N.E   = Neu England Staaten

N.Y. = New York

N.J. = New Jersey

P.     = Philadelphia

M.    = Massachusetts

V.     = Virginia

N.C.= North Carolina

S.C. = South Carolina

 

Vereinigen oder sterben.

Winterlager in Valley Forge  1778

"Unabhängigkeitserklärung am 4.Juli 1776"

 

Ein kleiner Auszug daraus;

 

"Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen wurden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter sind Leben, Freiheit und das Bestreben nach Glückseligkeit."