Authentikbereich  in Pullman City    

Alfred & Michaela  Petermichl

                                                                                        als

1st Sgt. Fred Mikel Mrs. Michelle Mikel

GARNISONSUNTERKUNFT  aus dem AMERIKANISCHEN BÜRGERKRIEG

 

Gebäude dieser Bauart wurden zwischen 1861 und 1863 als Unterkünfte für die Soldaten beider Kriegsparteien während der Wintermonate errichtet. Da auf Grund der Witterungsbedingungen – starke Regenfälle und Schnee verhinderten ein Vorwärtskommen und brachten auch den Nachschub zum Erliegen – Kampfhandlungen und Truppenbewegungen fast gänzlich unmöglich waren, wurden die Truppen im Hinterland während dieser Zeit in großen Feldlagern zusammengezogen.

 

Für die Errichtung solcher Unterkünfte gab es verschiedene Bauweisen:

Rundholzbauten ( vergleichbar den bekannten Blockhütten )

Gebäude aus Brettern ( teilweise mit Abfall- bzw. Restholz oder gehauenen Holzschindeln verkleidet )

Offiziersunterkünfte waren oftmals auch Ziegelbauten

Dächer:

feste Dächer aus Schindeln

Planendächer aus Zeltstoff

Je nach Größe wurden diese Hütten von 4 – 6, manchmal auch mehr, Soldaten bewohnt.

Die Ausstattung war relativ einfach jedoch zweckmäßig und wurde wie die Bauten selbst aus ungehobeltem bzw. schnittrohem Holz hergestellt. Obwohl diese Winterquartiere mit Öfen zur Beheizung ausgestattet waren befanden sich die Kochstellen im Freien.

Die notwendigen Utensilien wie Töpfe, Pfannen, Geschirr, Bestecke sowie Gegenstände des persönlichen Bedarfs waren meist von zu Hause mitgebrachter Privatbesitz oder Beutestücke von den Schlachtfeldern.

Ab dem Jahr 1864 hielten die Gefechte trotz Versorgungs- und Nachschubproblemen auch über den Winter an. So wurden Unterkünfte nicht mehr im Hinterland sondern an den Fronten gebaut. Diese sogenannten "Stockades" waren nur noch sehr einfache, teilweise in den Boden gebaute, Unterkünfte. Ein Beispiel einer solchen Bauart können sie hier sehen - Stockade .

 

Sollten wir nun Ihr Interesse geweckt und Sie weitere Fragen haben stehen wir Ihnen ( bei Anwesenheit ) gerne zur Verfügung.

Fred Mikel bewirtschaftete mit seinem Vater und den drei Brüdern eine kleine Farm südlich von Savannah, die er mit 24 Jahren übernahm und selbstständig weiterführte. Während sich Dudley und John bei Ausbruch des Krieges sofort in die 8th Georgia Infantry einschrieben und Luther Seemann wurde, blieb Fred dem Farmerleben treu.

Das sollte sich im Frühjahr 1862 ändern, als eine Bande unionstreuer, marodierender Plünderer aus South Carolina  die Gegend unsicher machten und eines Tages Freds kleines Anwesen bis auf die Grundmauern niederbrannten.

Mit knapper Not den Flammen entkommen, meldete er sich unverzüglich bei der Armee und schrieb sich in die Hardwick Mounted Rifles ein, die mit der 7th Georgia Cavalry im Frühjahr 1864 an die Front zogen.

Fred, der es zwischenzeitlich bis zum 1st Sergeant gebracht hatte, bewährte sich in allen Gefechten und erhielt im März 1865 sogar eine Woche Sonderurlaub, als er bei Petersburg einen betrunkenen Unionsmajor beim Urinieren überraschte und gefangen nehmen konnte.

Bei seiner Heimkehr stellte Fred jedoch überrascht fest, dass Savannah zwischenzeitlich in die Hände der Union gefallen war. In Zivil gekleidet schlich er erschüttert durch die Straßen seiner Heimatstadt, in der es jetzt von blauen Truppen nur so wimmelte.

Als er vier betrunkene Yankees beobachtete, wie diese einen Heustadel anzuzünden versuchten, konnte er sich nicht mehr beherrschen und ging wutentbrannt auf die Gruppe los. Es kam zum Handgemenge und Fred erlebte das Ende des Krieges im Gefängnis mit einer Anklage wegen schwerer, vierfacher Körperverletzung und einem Stich mit der Heugabel im Oberschenkel.

Nach seiner Entlassung verrichtet Fred allerlei Gelegenheitsarbeiten im Hafen von Savannah und gründet dann mit seinem Bruder Dudley ein kleines Fuhrunternehmen. Das Geschäft läuft gut und Fred kommt nach und nach zu einer hübschen Summe.

1878 zieht es ihn nach Westen, wo er zwei Jahre vom Eisenbahnbau lebt und schließlich, wieder zurück in Georgia, nahe Savannah zusammen mit seiner Frau Michelle wieder eine kleine Farm aufbaut.

Am 19. Januar 1911, dem 50. Jahrestag des Sezession seines Heimatstaates Georgia, verstirbt Fred friedlich auf seiner kleinen und geliebten Farm, wo ihn seine Frau in seinem Schaukelstuhl, eine Georgia-Fahne auf den Knien, findet.

Fred Mikel

 

Geboren am 23. November 1826 in Savannah, Georgia

 

Eltern:                         John Faggerty Mikel

                                       Mira Mikel,  geb. O´Conner

 

Geschwister:             Dudley Mikel, 18. März 1828

                                       John Dee Mikel, 27. September 1830

                                       Luther Bimsley Mikel, 02. August 1831

Hazel Mikel, 30. Juli 1836

Vater Sourire, ein französischer Handelskapitän, ließ sich um 1837 in Savannah nieder und gründete dort eine Familie.

Während sein Sohn mit zur See fuhr, besuchte Tochter Michelle die Hauswirtschaftsschule in ihrer Heimatstadt und engagierte sich im öffentlichen Leben.

Mit Ausbruch des Krieges gegen die Nordstaaten sammelte sie Gelder zum Ausbau der Staatsflotte von Georgia und verlobte sich mit dem braven Seemann Steven Smearlapp, der sich leider als absoluter Tölpel erwies und vier Wochen vor der Hochzeit einen öligen Lappen dazu missbrauchte, um darauf auszurutschen und eine Stiege hinunterfallend seinem Leben durch Genickbruch ein Ende zu setzen.

Im Frühjahr 1863 wurde Michelle auf Drängen ihrer Cousine zweite Vorsitzende der Vereinigung „Damen-Komitee-zur-Erhaltung-reparaturbedürftiger-Kanonenboote“, die aber wenig zu tun hatte, weil von den vier betroffenen Schiffen bis zur ersten Sitzung des Vereins bereits drei untergegangen waren. Das vierte Schiff erfuhr die ganze Liebe des neuen Komitees, bis es schließlich aus unbekannten Gründen in die Luft flog.

Von der Marine etwas ernüchtert, schloss sich Michelle der konföderierten Reiterei auf deren Weg nach Virginia an und heiratete schließlich den schneidigen Fred Mikel.

Gemeinsam mit ihm und ihrem Sohn Joshua Philip zieht sie 1878 nach Westen. Zwei Jahre später kehren alle drei wieder nach Georgia zurück und bauen, in der Nähe von Savannah, eine kleine Farm auf.

Nachdem ihr geliebter Mann im Jahre 1911 verstirbt, zieht sich Michelle vollkommen aus dem öffentlichen Leben zurück und folgt ihm einige Jahre später, am 5. April 1917, dem Vortag der Kriegserklärung der USA gegenüber dem deutschen Reich, in die friedliche Ewigkeit nach.

Michelle Mikel geb. Sourire

 

Geboren am 5. Februar 1838 in Savannah, Georgia

 

Eltern:                         Jean Baptiste Sourire

                                       Magda Sourire,  geb. Kellermann

 

Geschwister:             Bob Sourire, 23. Juli 1840