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Dudelsäcke quäkten und Kilts wippten, als das 79th Regiment der New Yorker Staatsmiliz am 2. Juli 1861 in Washington einzog, um zusammen mit den anderen Einheiten, die man
zusammenzog, die Union zu verteidigen. Sie waren bekannt als "Cameron Highlanders", "Highland Guard" oder "Bannockburn Battalion".

Im amerikanischen Bürgerkrieg dienten Millionen von Einwanderern und dessen Nachfahren als Soldaten auf beiden Seiten. In zahlreichen Regimenten wurden oftmals Freiwillige aus gleichen Herkunftsländern zusammengefasst und so fanden auch die heimischen Bräuche und Eigenarten dort ihren Niederschlag.

 

Eine dieser Einheiten war das 79th New Yorker Infanterie Regiment. 1859 als Milizeinheit nach einer Idee von Hauptmann Roderick, vom britischen Konsulat aus schottischen Einwanderern gegründet.

Nach Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges, musterte die inzwischen auf Regimentsstärke angewachsene Einheit im Mai 1861 mit genau 795 Mann für drei Jahre Dienst an und ließ sich nach Vorbild des britischen "79th Regiment of Foot", den Cameron Highlanders, in der Heeresrolle mit der Nummer 79 eintragen.

Nach ersten Kampfhandlungen in Virginia ( 1. Bull Run ) wurde das Regiment von Colonel Isaac Ingalls Stevens als Wache für sein Divisionshauptquartier angefordert und mit diesem 19. Oktober 1861, als die Highlanders vom kühlen Virginia ins warme South Carolina wechselten, begann für sie eine Odyssee, die aus ihnen eine der meist marschierenden Truppe des Krieges machte. Es folgten

Einsätze in den Staaten Virginia, South Carolina, Maryland, Mississippi, Kentucky und Tennessee.

 

Am 14. Juli 1865 wurde das Regiment in Washington offiziell abgemustert. Nach dem Krieg wurde der alte Milizverein neugegründet, doch aufgrund chronischen Personalmangels wurde das Regiment am 6. Januar 1876 aufgelöst und bestand von da an nur noch in der Erinnerung der ehemaligen Highlanders.

 

Das "79th New York State Militia Infantry Regiment" war eine Einheit, die im Bürgerkrieg viel marschiert war, die hart gekämpft, aber nie große Heldentaten vollbracht hatte. Das wollten die überlebenden Highlanders auch gar nicht für sich in Anspruch nehmen, aber sie wussten, dass sie ihre Arbeit gemacht hatten und das war rückblickend wohl ihre größte Tat.

Dr. James Norval (1823 - 1874)

 

Dr. James Norval, seine Frau und seine  Mutter Jane kamen am 19 Juli 1850 mit dem Schiff Sarah als Emigranten von Schottland aus im Hafen New York an. Der Chirurg Dr. James Norval war leitender Surgeon (Arzt) im 79th New York Highland Reg
iment. Beim 1. Bull Run hat Major Norval die Entscheidung getroffen, das er pers
önlich die Verwundeten auf dem Schlachtfeld behandeln und versorgen will.

 

Er wurde durch die Konföderierte Armee festgenommen und nach Richmond, Virginia gebracht, um dort Verwundete beider Armeen zu helfen. Nach mehreren Wochen wurde er ausgetauscht, und zur Unionsarmee zurückgesandt. Bedingung seiner Freilassung war, nicht mehr am aktiven Kampf teilzunehmen. Aus diesem Grund hat er bis zu seiner Entlassung am 13. Juni 1863 als Chefarzt im Camp Parole Hospital gearbeitet.

Es existieren noch zwei von Dr. Norval besessene Säbel.  Der erste ist sein Kampfsäbel(Arztsäbel Modell 1840). Der zweite ist ein reich verziertes Präsentationsstück, das ihm von den Bürgern New Yorks als Anerkennung für seinen Mut und Hingabe bei der Behandlung der Verwundeten überreicht wurde. Nach dem Krieg arbeitete er bis zu seinem Tod als Arzt in New York.